Unter Deutschen…und vom Kloster

Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Zunächst einmal bin ich mit meinen deutschen Freunden (4 von den Jesuitvolunteers und 3 vom Bistum Osnabrück), die auch hier im Norden von Indien zerstreut sind, in den Urlaub gefahren. Wir waren erste drei Tage in Darjeeling, wo wir vorwiegend ein bisschen die Stadt erkundet haben und diverse Restaurants getestet haben die sich spannend angehört haben (Hasty Tasty) oder auch welche, die Google Luis empfohlen hat:). Wir haben natürlich auch wieder westliches Essen gegessen, was mal eine willkommene Abwechslung war….jedoch musste ich feststellen, dass ich schon nach kurzer Zeit Reis kombiniert mit Dahl und Gemüse, den ich im Alltag sonst jeden Tag esse, vermisse.

vl. Leon, Helene, Theresa, Luis, Ich, Florian, Simon, Hannes

Die anderen drei Tage ging es nach Sikkim, genauer gesagt Gangtok. Dort sind wir erstmal 3 Km Luftlinie vom Taxistand der etwas außerhalb der Stadt lag, zum Hotel gelaufen (normalerweise nimmt man ein Taxi, aber das wollten wir nicht). Wir nahmen also einen kleinen Pfad durch Grün und an diversen Häusern entlang. Unsere Reisegruppe hat sich ein wenig gespalten, da die eine Hälfte der Ansicht war, das man auch einen im Grün verschwindenden und nicht mal von den Einheimischen genutzten Weg nehmen könne…Naja, schweißnass sind alle im Hotel angekommen. Dort haben wir 6 Schlafplätze für 7 Leute bekommen, trotz richtiger Buchung. Auch ein Regal mussten wir flicken, da das beim angucken mehr oder weniger auseinandergefallen ist…naja halb so wild, das Frühstück war lecker.

Das unseriöse Hotel…

Die Tage dort haben wir dann einen Waterfall Park besichtigt, wo wir ein wenig Probleme mit dem Rückweg hatten, da wir nur ein „Oneway“ Taxi gebucht hatten und dann keins zum zurückfahren hatten. Letztenendes sind wir dann losmaschiert und haben versucht Autos anzuhalten. Diverse Male haben wir mit einer kurzen auf und ab Bewegung der Hand Taxis angehalten und Luis hat seine Fähigkeiten einen guten Preis runterzuhandeln das ein oder andere Mal einsetzen können.

Weg ins nichts…
Harter Aufstieg mit kurzen Pausen

Außerdem haben wir Wanderungen zu zwei bekannten Klostern (Enchey und Chorten) gemacht und konnten in dem einen sogar einne kurzen Einblick in eine Messe der Mönche erhaschen. Es war sehr eindrucksvoll, obwohl man als Außenstehender nicht wirklich versteht was gesprochen wird und wofür dann gesungen wird.

Auf dem Weg zum Kloster

Dadurch, dass Puja Holidays waren, herrschte ein absoluter Ausnahmezustand sowohl in Darjeeling als auch in Gangtok. Beispielsweise konnte man einfach kein Geld mehr abheben für ca zwei Tage.

Auch die Abreise zurück nach Hometown D. stellte sich als Herausforderung für Luis und mich dar. Wir haben ca. drei Std versucht ein Share Taxi zu bekommen, bis dann (Gott Sei Dank!) uns ein Fahrer auch ohne Ticket mitgenommen hat.

Der Ticketschalter
Das Parkdeck von Gangtok

Ich habe die Zeit sehr genossen mit den anderen, vor allem weil man sich über die verschiedenen Einsatzstellen unterhalten konnte und auch über Situationen die schwierig waren. Dennoch war es deutlich anders mit so vielen Weißen durch die Stadt zu laufen, da man doch sehr auffällt…ich glaub ich wurde noch nie so oft nach einem Foto gefragt. Und man gewöhnt sich doch relativ schnell daran das man alleine ist, dementsprechend habe ich dann schon bemerkt was für eine Umstellung das doch sein kann mit mehreren unterwegs zu sein.

Am Ende der Ferien war ich sehr dankbar für die verbrachteZeit, habe aber schon gemerkt, dass ich die Kinder im Strive doch vermisse. Umso schöner wenn man am Montag wieder so begrüßt wird, als wär man nie weg gewesen.

Das Kloster mein neues Zuhause:

Ich habe es dann doch mal geschafft, wie schon am Anfang angedacht war, ins Kloster zu den Cluny Sisters zu ziehen. Das ist ein Orden von 9 Schwestern, die auch direkt daneben die Bethany School leiten. Das Leben hier ist deutlich anders, geregelter irgendwie. Ich gehe jeden morgen (freiwillig!) um 6:20 in die Messe und habe auch schon Lesungen gehalten (Auf Englisch by the way). Ich muss eigentlich auch um halb 7 wieder auf dem Gelände sein…das ist manchmal ein bisschen einengend.

Ansonsten spiele ich manchmal mit Sister Chunku auf dem Schulhof ein bisschen Badminton. Ich finde es sehr angenehm hier ein eigenes Zimmer zu haben, da ich mich jetzt endgültig einrichten kann. In mein Bett passe ich gerade so (die Inder sind nicht so groß) und morgens um 4 höre ich die Autos, die zum Tiger Hill (Ausichtspunkt) fahtren. Daran gewöhnt man sich aber.

Das so zu meinem Leben, danke fürs Lesen und bis bald:)

Hier noch ein paar Fotos:

Die Fußgängerzone von Gangtok

Eine Antwort auf „Unter Deutschen…und vom Kloster“

  1. Fehler im ersten Satz.
    Wir sind nicht deine Freunde. Dein Eltern haben uns dafür bezahlt, mit dir weg zu fahren.
    (Zwinkersmiley )
    L.g.
    Helene, Hannes, Leon, Luis, Theresa, Simon und Florian

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